Bogenschütze in der Grazer Burg

Graz (7. Dezember 2010).- Wie Bogenschießen von einem Rollstuhl aus funktionieren kann,
erzählte heute Vormittag (7.12.) Alfred Ertl im Gespräch mit Landeshauptmann Franz Voves.
Gemeinsam mit elf sportbegeisterten Menschen im Rollstuhl hat er vor zirka zwei Jahren
den ersten Rollstuhlfahrer-Bogenschützenverein in der Steiermark ins Leben gerufen.
"Der Umgang mit dem Bogen, der sich im Rollstuhl schon als schwierig herausstellt,
ist für mich die Herausforderung", so Alfred Ertl, der den Sport unbedingt
vielen anderen Menschen im Rollstuhl näher bringen möchte.

Dreimal in der Woche wird trainiert, was sich bereits gelohnt hat.
Im Sommer holte sich Ertl gemeinsam mit seinen sportlichen Kollegen
nach 33 Jahren den ersten Staatsmeistertitel bei der Staatsmeisterschaft
im Bogenschießen in Wallan in Oberösterreich.
"Ich war selbst im Spitzensport und kann daher gut verstehen, welchen Stellenwert
Sport im Leben spielen kann. Dass Sie mit Ihrem Verein anderen dabei helfen,
mit ihrem Schicksal fertig zu werden, ist eine tolle Sache",
betonte Voves im Gespräch.

Alfred Ertl, der am 30. April 1963 in Graz geboren wurde, lebt in Gratkorn.
Seit einem Sturz vom Kirschbaum im Jahre 2004 sitzt er im Rollstuhl.
2008 gründete er den Rollstuhlfahrer-Bogenschützenverein,
der derzeit elf Mitglieder hat.

Graz, am 7. Dezember 2010

Alfred Ertl zu Besuch bei LH Voves in der Grazer Burg
© Foto Landespressedienst

Originalbericht siehe hier